Das Gilf Kebir wurde berühmt durch den Film Der englische Patient, der eine romantisierte Version der Geschichte des ungarischen Forschers Count Laslo Almasy zeigte und dadurch lange Zeit unerschrockene Besucher anzog. Almasy war keineswegs der Erste, der das Gilf Kebir erreichte. Prinz Kamal al-Din kartierte diesen Ort bereits im Jahr 1926. Ihm folgte schnell ein Luftvermessungsteam, zu dem auch Almasy und der Brite P. A. Clayton gehörten. Sie entdeckten auch verschiedene vegetationsreiche Wadis. Angeregt durch frühere Entdeckungen von Felsbildern machte sich eine archäologische Expedition, geleitet von dem deutschen Ethnologen Leo Frobenius, auf den Weg zum Gilf Kebir. Wieder war Almasy dabei. Der Brite Ralph Bagnold verbrachte im Jahr 1938 einen Monat damit, die Gegend rund um den Gilf zu vermessen, ausgestattet und unterstützt wurde er von der Royal Geographical Society. Trotz mehrerer Besuche in neuerer Zeit wurde die Kartierung aufgrund der Abgeschiedenheit der Region erst in den siebziger Jahren vervollständigt.