Das berühmteste Beispiel von prähistorischer Felsmalerei im Gilf Kebir ist im Wadi Sura zu finden. In diesem Tal des Bildes im nordwestlichen Gilf befindet sich auch die Höhle der Schwimmer. Man ist sich nicht einig darüber, wer die Höhle als Erster entdeckt hat. Es liegt nahe, dass P. A. Clayton bei einer frühen Vermessungs-Expedition zwar das Wadi fand, aber nicht die Höhle, in der sich die Malereien befinden. Die Ehre gebührt vermutlich dem ungarischen Forscher Count Almasy, mittlerweile besser bekannt als der Englische Patient. In der Höhle der Schwimmer gibt es eine große Anzahl von Felsmalereien, einige von ihnen sind beschädigt. Sie zeigen eine Reihe von Tieren, darunter Giraffen, Straußenvögel und Hunde. Am häufigsten sind Menschen dargestellt, nicht filigran oder anatomisch korrekt, aber klar als Menschen zu erkennen. Eine Gruppe von ihnen schwimmt ganz eindeutig im Wasser, was als klarer Hinweis darauf zu werten ist, dass sich einst ein See in der Nähe befand. Es gibt andere Höhlen mit Felsmalereien im gleichen Wadi, allerdings hat insbesondere der schwerelose Charme der Schwimmer die Vorstellungskraft der Besucher dieser Gegend gefangen genommen.