Die verlorene Oase Zerzura ist eine Legende, die viele Entdecker und Abenteurer angespornt hat, die Westliche Wüste zu erforschen. Die Oase aber konnte bis zum heutigen Tag nicht gefunden werden. Arabische Reisende des Mittelalters hatten sie in dem Buch der versteckten Perlen als einen Ort beschrieben, wo es einen verborgenen Schatz gibt, und damit die Phantasie vieler über die Jahrhunderte hinweg angeregt. Maspero, ein bekannter Kurator des Ägyptischen Museums, war so frustriert über den willkürlichen Schaden, der den ägyptischen Monumenten bei der Schatzsuche zugefügt wurde, dass er beschloss, das Buch der versteckten Perlen 1907 ins Französische übersetzen zu lassen. Er glaubte fälschlicherweise, dass, wenn er die Flut von ungenauen Übersetzungen stoppte, die die Schatzjäger dazu veranlasste, wild über die mögliche Lage von Zerzura zu spekulieren, er den Glauben an den Mythos von Zerzura beenden könnte.

Man glaubte, dass Zerzura fünf oder sechs Tage westlich von Farafra liegt, aber keiner konnte es finden. Sogar besonnene Forscher ließen sich von der Aussicht, die sagenumwobene Oase zu finden, verführen. Alle anerkannten Forscher dieser Zeit hatten ihre eigene Theorie über die Lage von Zerzura. Rohlfs war überzeugt davon, sie sei westlich von Dakhla zu finden, Almasy hingegen glaubte, sie sei das Gilf Kebir selbst. Ein Zerzura-Club wurde gegründet und die Royal Geographical Society unterstützte Erkundungsreisen, die das Ziel hatten, die Oase zu finden. Nur Bagnold blieb nüchtern und nannte die Oase die Wunschoase. Er schrieb, dass die Welt eine Idee wie Zerzura brauchte um Menschen dazu anzuspornen, abgeschiedene Orte zu erforschen, dass man aber möglicherweise zugeben müsste, dass Zerzora nur eine Phantasie ist.