Die Hauptanziehungspunkte in Dakhla lassen sich unterteilen in diejenigen, die im Osten und diejenigen, die im Westen der Dakhla-Senke liegen.

Im Osten:

Tineida
Ist das östlichste Dorf in Dakhla. Es hat einen interessanten Friedhof mit ungewöhnlich Lehm-Grabsteinen, die blau oder weiß angemalt sind.
Davon abgesehen ist das Interessanteste an Tineida seine Geschichte. Tineida war das letzte Ziel eines langen abenteuerlichen Trecks der Beduinen von Kufra im Jahr 1930. Da sie nicht unter italienischer Kontrolle leben wollten, brachen etwa 500 von ihnen auf in der Absicht sich in der Gegend des Gebel Uwainat niederzulassen. Dort angekommen mussten sie jedoch feststellen, dass dieses Gebiet extrem trocken und fast unbewohnbar war. Während ein Erkundungstrupp sich auf den Weg nach Dakhla machte, um zu sehen, ob die Bedingungen dort besser waren, wartete die Mehrheit von ihnen ohne Verpflegung und mit nur sehr wenig Wasser auf ihre Rückkehr. Ein Inspektionsteam geleitet von P. A. Clayton fand die Zurückgebliebenen, die sich aufgrund ihres Wasser- und Nahrungsmangels und der enormen Strecke, die sie zurückgelegt hatten, in einem schrecklichen Zustand befanden. Sein Team rettete so viele Beduinen, wie in seine Autos passten und alarmierte die Autoritäten. Diese schickten sofort eine Suchmannschaft los, die den verbliebenen Überlebenden zu Hilfe eilte. Ungefähr 300 von den ursprünglich 500 Beduinen erreichten Tineida sicher, nachdem sie unglaubliche 675 km durch die trockene Wüste zurückgelegt hatten.

Bashindi
Der Name des Ortes Bashindi bezieht sich auf einen Scheich, der hier begraben wurde. Der Name setzt sich aus den Wörtern Pasha und Hindi zusammen. Es finden sich hier auch viele römische Gräber und Häuser im vermutlich pharaonischen Stil. Außerdem gibt es eine heiße Quelle.

Balat
Hat eine Altstadt mit kleinen, engen, überdachten Straßen. Die Bauweise diente nicht nur dem Schutz vor Sand und Sonne, sondern sie verhinderte auch, dass Pferde und Kamele in die Stadt eindringen konnten. So mussten alle Kämpfe auf dem Boden ausgetragen werden. Genau südwestlich von Balat gibt es eine Gegend, in der rund um eine alte Quelle Hinweise auf sehr frühe menschliche Besiedlung gefunden wurden.

Im Westen:

Mut
Ist die größte Stadt von Dakhla, die sich immer weiter ausbreitet. Alte Architektur ist nur noch selten zu sehen, wenngleich es immer noch möglich ist, das alte Mut mit seinen engen, schattigen Straßen zu besuchen. Hauptgrund für einen Besuch in Mut ist das exzellente Ethnographische Museum. Es gibt allerdings keine offiziellen Öffnungszeiten für dieses Museum, das Touristen-Informationsbüro oder Kulturbüro wird Ihnen dabei helfen, Zugang zu erhalten.

Qasr Dakhla
Soll der am längsten kontinuierlich bewohnte Ort in Dakhla sein. Obwohl auch dieser Ort wächst, gibt es hier noch traditionell dekorierte Gebäude zu besichtigen, innerhalb der Altstadt wird der Bau neuer Häuser nicht genehmigt. Man nähert sich der Stadt durch einen Palmenhain. Es gibt einige vier- oder fünfstöckige Häuser mit geschnitzten Türstürzen, die über 500 Jahre alt sind. Die Ayyubid Nasr al-Din Moschee und das Abu Nafi Haus stehen beispielhaft für die traditionelle islamische Bauweise. Das Abu Nafi Haus wurde auf dem Gelände eines ehemaligen Tempels errichtet und auf den alten Türpfosten sind Hieroglyphen zu sehen.
Es wurden alte Brennöfen gefunden, die beweisen, dass das Töpfern hier in Dakhla kein neues Kunsthandwerk ist.
Nur 2,6 km westlich von Qasr Dakhla gibt es ein Dünenfeld, in dem man eine Düne findet, die an einer steilen Böschung abstürzt. Dies sieht insbesondere bei Sonnenuntergang sehr schön aus.

Die Muzawwaqa Gräber
Sind über eine unbefestigte Straße 2 km westlich von Qasr Dakhla zu erreichen. Hier wird ein Eintrittsgeld verlangt. Von den dreihundert Gräbern hier fallen zwei ganz besonders auf: die Gräber von Petubastis und Padiosiris. Sie sind beide reich verziert mit gut erhaltenen farbigen Darstellungen, die ungefähr 2000 Jahre alt sind. Um die Gräber vor Schaden zu bewahren, ist eine Besichtigung nicht immer möglich.

Deir Al-Hagar,
Das sogenannte Kloster aus Stein, kann ebenso nur nach Bezahlung eines Einrittsgeldes besichtigt werden. Es ist ein römischer Tempel aus Sandstein westlich von den Muzawwaqa Gräbern. Auf den Wänden sind einige Kartuschen von römischen Kaisern zu sehen, der Großteil der Dekoration stammt jedoch von Reisenden aus dem 19. Jahrhundert. Sie konnten der Versuchung nicht widerstehen, ihre Namen zu hinterlassen als Beweis dafür, dass sie einst an diesem abgelegenen Ort waren. Edmondstone, Drovetti und Rohlfs sind hier durch ihre Graffitis präsent.
Unmittelbar hinter dem Tempel gibt es Felsengräber zu sehen und überall finden sich Überreste von Taubenschlägen. Es gibt dort übrigens auch ein Besucherzentrum.